Tipps für Leitungskräfte - Eine Haltungsfrage

Tipps für Leitungskräfte in dem Sinne gibt es für mich nicht - es ist eine Frage der eigenen Haltung und der Werte, die man vorleben will und vorlebt.

Beginn der Leitung:

Zu Beginn der Leitung einer Kita oder Schule ist es sinnvoll im Vorfeld eigene Prioritäten zu setzen und bereits vor Antritt zu schauen, ob diese mit dem Leitbild des Trägers korellieren.

Erster Tag:

Der erste Eindruck ist oft entscheidend - daher bedeutet es diesen vorzubereiten. Eine kleine Impulsrede zu der eigenen Vision und Motivation und auch zu dem, was man sich nicht wünscht ist hilfreich. Hier ist es sinnvoll mit größt möglicher Offenheit und Vetrauen zu dem Team zu agieren.

Erste Phase:

Teamsitzungen und Teambildungsevent fördern die Gemeinschaft und schaffen eine gute Arbeitsatmosphäre. Ein Soziogramm des Teams hilft die Positionen einzelner Mitarbeiter besser zu verstehen. Eine Hospitation der einzelnen MA mit anschließendem Reflexionsgespräch ist sinnvoll und zeigt Interesse am Teammitglied. Hier können Fragen wie: Was ist dein Werdegang? Wofür brennst Du? Was möchtest Du mir mitgeben? hilfreich zur Strukturierung sein.

Ebenfalls wichtig ist es erste Kooperationspartner zu suchen, Kontakt zum Träger aufzunehmen und die Elternarbeit vorzustellen.

Stabilisierungs-/ Arbeitsphase:

Ein gutes Konfliktmanagement hilft, um möglichst früh gegenzusteuern. Hierzu ist ein Kummer-/ Verbesserungskasten hilfreich.

Arbeitstreffen und Teamtreffen müssen jetzt nicht mehr so häufig wie in der ersten Phase geleistet werden.

Feste:

Feste stärken die Gemeinschaft und bringen gemeinsame Erlebnisse in das Gedächnis. Hierzu eignen sich Jahreszeitenfeste oder auch Feste zu den religiösen Feiertagen. Ebenso ist ein regelmäßiges Elterncafé hilfreich, um die Partizipation von Eltern und den gemeinsamen Austausch mit Eltern zu ermöglichen.

Themenelternabende:

Neben den Infos sind Eltern immer interessiert über neue pädagogische Entwicklungen oder aktuelle Fragestellungen informiert zu werden. Auch eine Einladung eines Experten wird gerne angenommen und ist einfach zu organisieren.

Konflikt als Chance:

Jeder Konflikt stellt eine Chance auf Veränderung und Verbesserung da. Eine gelebte Kultur des Scheitern sollte bei den Kindern und im Team Basis für ein gelungenes Changemanagement sein.

Werte und Leitbild:

Im Leitbild der Einrichtung sollte die Vision und die Leitwerte festgelegt sein. Es muss im Team entstehen. Leitwerte wie : Partizipation, Freiheit und Verantwortung, Demokratie, Freude am Lernen, Integrität und Nachhaltigkeit sind sinnvoll.

Methoden:

Ein vielfältiger Methodenkoffer erleichtert Ideen zu strukturieren und den Überblick zu behalten.

Fortbildungen:

Fortbildungen sind ein wichtiger Bestandteil in der Qualitätsentwicklung.

Reflexion:

Eine Reflexion der eigenen Arbeit mit einem außenstehenden Prozessberater sind sehr gut.

Tagebuch:

Es gibt gute Möglichkeiten Momente des Glücks und des Erfolgs festzuhalten und zu visualisieren. Ein solches Tagebuch kann von Kindern, Eltern und dem Team gemeinsam genutzt werden.

Viel Erfolg bei ihrer Arbeit!

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